Museum Oskar-Schindler-Fabrik
Krakau · PL
Dauerausstellung „Krakau unter NS-Besatzung 1939–1945" in Schindlers Emaillefabrik.
Auf der Karte
Lipowa 4, Podgórze, 30-702 Krakau, Polen
Oskar Schindlers Emaillefabrik
Ursprünglich ein Emailwaren-Werk (Deutsche Emaillewaren-Fabrik), wurde das Gebäude an der Lipowa 4 in Podgórze 1939 von Oskar Schindler übernommen — einem deutsch-sudetisch geborenen Industriellen und NSDAP-Mitglied. Bis Kriegsende rettete Schindler in seiner Fabrik rund 1.200 jüdische Arbeiter vor der Vernichtung in Auschwitz — eine Geschichte, die Steven Spielbergs Film „Schindlers Liste" (1993) verfilmte, weitgehend an Originalschauplätzen in Krakau gedreht. Die Fabrik schloss 1950 und wurde 2010 als Museum wiedereröffnet.
Die Ausstellung „Krakau unter NS-Besatzung"
Die Dauerausstellung ist keine Schindler-Biografie — sie ist eine stadtweite chronologische Geschichte Krakaus vom deutschen Einmarsch im September 1939 bis zur Befreiung im Januar 1945. In 45 Räumen auf 2 Etagen geht man durch nachgebaute Tramhaltestellen, Ghettostraßen, einen Wehrmachts-Barbier und die Untergrundpresse. Schindlers tatsächliches Büro im 1. Stock — mit Originalmobiliar aus den 1940ern erhalten — liegt in der Mitte. Aufenthalt 2,5 Stunden insgesamt.
Tickets & Anfahrt
Erwachsenenticket 32 PLN (~7,50 €) in 2026; montags gratis, aber ohne Führung und sehr voll — Juni–Sep. 1 Woche vorher online buchen. An jedem ersten Dienstag im Monat geschlossen. Das Museum liegt in Podgórze auf der anderen Vistula-Seite von Kazimierz — 18 Min. Fußweg ab Tramhaltestelle Plac Bohaterów Getta oder direkt mit Tram 3, 19 oder 24. Kombinieren mit dem benachbarten MOCAK (60 m entfernt) für einen kontrastreichen Nachmittag.